60 Jahre solides Wachstum mit Sicherheit

Im April 1966 wurde ELSIC von Herrn Heinz Driescher gegründet, und einige Mitarbeiter der Firma Driescher wechselten zu ELSIC. Anfangs wurden Produkte der französischen Firma Catu auf dem deutschen Markt verkauft, die der Bedienungssicherheit und Unfallverhütung in elektrischen Anlagen dienten. Zunehmend ergänzten und vervollständigten eigene Entwicklungen von ELSIC das Lieferprogramm.

Ab dem Sommer 1966 forschten und erprobten Mitarbeiter der Firma Driescher in einer neuen Abteilung, ob sich glasfaserverstärkte Kunststoffe (GFK) zur Herstellung von Türen und Gehäusen für die Stromversorgung eignen, und wie eine praxistaugliche Produktion möglich ist. Zwar hatte sich der Werkstoff GFK im Bootsbau bestens bewährt, die Verwendung in der Energiewirtschaft war aber sehr umstritten. Weitere Mitarbeiter von Driescher wechselten zu ELSIC und bauten die Produktionslinie für GFK-Elemente auf. Seit 1968 bietet ELSIC korrosionsfeste Türen und Toranlagen sowie Gehäuse für die Strom-, Gas- und Wasserversorgung an.

Der ELSIC-Betrieb begann im April 1966 in einem ehemaligen Hühnerstall und wechselte nach kurzer Zeit in eine leerstehende ehemalige Textilfabrik in Wickrathberg. Beide Räumlichkeiten waren nicht vorzeigbar, aber für den Start musste es reichen. 1969 kaufte ELSIC von der Gemeinde Wickrath ein 12.000 Quadratmeter großes, nahezu quadratisches Grundstück im neu entstehenden Industriegebiet Wickrath. 1972 zog ELSIC an den neuen Standort. Bereits die anfängliche Bauplanung sah mögliche Erweiterungsbauten auf dem Grundstück vor, die 1978, 1987 und 1997 realisiert wurden. Im Mai 2026 wird nun der Bauantrag für eine weitere Endmontage-Halle mit einer 4-Tonnen- und einer 12,5-Tonnen-Kranbahn gestellt, wodurch auch sehr schwere Einbauten in ELSIC-Gehäuse problemlos möglich werden.

Seit der Gründung im April 1966 bis heute gibt es zur Entwicklung und Herstellung von Sicherheitsgeräten und von GFK-Elementen nur annähernd passende Ausbildungswege. Zwar ist im Bereich der Sicherheitsgeräte und der Endmontage eine Ausbildung zum Industriemechaniker, Elektriker oder Elektro-Ingenieur hilfreich, und im GFK-Bereich zum Maler und Lackierer, Chemiewerker oder Kunststoff-Ingenieur, jedoch unterscheiden sich die praktischen Anforderungen bei ELSIC teils erheblich von den in der Ausbildung erworbenen Fähigkeiten. Deswegen waren in Bewerbungsgesprächen die Noten der Abschlussprüfungen und Hochschuldiplome von nachrangiger Bedeutung. Bewerbungen ohne Berufsabschluss waren immer erwünscht und auch erfolgreich. Entscheidend ist die Persönlichkeit und der gewonnene Eindruck, dass die Person nach gründlicher Einarbeitung bereit und fähig ist, in ihrem Arbeitsbereich mit konstant hoher Arbeitsqualität engagiert und zuverlässig zu arbeiten. Hervorzuheben ist, dass bei ELSIC eine Bürokauffrau und ein Industriemeister ihre Abschlussprüfung als Jahrgangsbeste Nordrhein-Westfalens abgelegt haben.

Ein Meilenstein der ELSIC-Geschichte

Das Projekt „Philharmonie Berlin“

Für die Außenfassade des Gebäudes mussten 1.173 transluzente Polyester-Abdeckelemente in 610 unterschiedlichen Größen gefertigt werden. ELSIC entwickelte hierfür das Vakuum-Folien-Verfahren, bei dem eine dehnbare Folie als Trennmittel zwischen Form und Kunststoff-Element verwendet wird, statt des bis dahin üblichen Wachses. Für Einzelfertigung und Kleinserien ist das Vakuum-Folien-Verfahren weiterhin Stand der Technik. Die 1981 fertiggestellte Außenfassade der Berliner Philharmonie ist bis heute unverändert. Eine Ergänzungs-Briefmarke der Deutschen Bundespost im Jahr 2002 im Wert von 0,44 Euro zeigt die Struktur der Außenfassade der Berliner Philharmonie.

Bereits im November 1998 wurde ELSIC umweltzertifiziert. Zuständig war die Industrie- und Handelskammer Duisburg, für die ELSIC der erste Kunde war. Dementsprechend kompliziert verlief der Zertifizierungsprozess, aber beide Seiten haben dabei viel gelernt. Heute ist ELSIC zertifiziert im Bereich Arbeitsschutz auf Basis NLF/ILO-OSH 2001, im Bereich Qualität gemäß DIN EN ISO 9001:2015 und im Bereich Umwelt gemäß DIN EN ISO 14001:2015. Aufgrund der vielen Projektgespräche mit Kunden und der von Anfang an intensiven Zusammenarbeit mit Berufsgenossenschaft, Forschungsinstituten und Lieferanten entstand bei ELSIC ein enormer Schatz an Wissen und Erfahrung. Damit war bereits kurz nach Unternehmensbeginn die Basis für spezielle Problemlösungen geschaffen.

Derzeit ist ELSIC an dem Projekt „Nachwachsende Rohstoffe und biobasierende Harze“ der Fraunhofer-Gesellschaft beteiligt. Die praktischen Erprobungen werden bei ELSIC durchgeführt. Um weiterhin sichere und interessante Arbeitsplätze bei ELSIC anbieten zu können, sind wir gefordert, auch zukünftig Weiter- und Neuentwicklungen voranzutreiben und unseren Kunden, wie bisher, höchste Qualität und Zuverlässigkeit zu garantieren.